KI-gestützte OCR verspricht Automatisierung, doch in realen Workflows reicht die reine Texterkennung nicht aus. Fehler bei Summen, Daten oder IDs unterbrechen Prozesse unbemerkt, führen zu manuellen Nachprüfungen und untergraben das Vertrauen in die Automatisierung. In diesem Artikel erfahren Sie, warum KI-OCR-Lösungen häufig scheitern, welche realen Kosten dadurch entstehen – und wie Parseur mit einem hybriden Ansatz zuverlässige, strukturierte Daten liefert, auf die Teams sich verlassen können.
Wichtigste Erkenntnisse:
- KI-OCR liest Text, liefert aber oft keine strukturierten Geschäftsdaten – schon eine „1 % Fehlerquote“ wirft ganze Prozessketten aus dem Takt.
- Schlechte Scans, wechselnde Layouts, Handschrift und mehrsprachige Dokumente machen reine OCR-Lösungen unzuverlässig.
- Parseur setzt auf kontextbewusste KI, um verlässliche, strukturierte Daten zu extrahieren und Automatisierung stabil umzusetzen.
Die „99 % Genauigkeit“-Lüge
Sie laden eine sauber formatierte PDF-Rechnung in ein KI-OCR-Tool. Der Scan scheint erfolgreich – bis Sie bemerken, dass der Gesamtbetrag als 100,00 $ statt 1.000,00 $ erkannt wurde oder das Rechnungsdatum fehlt. Kein offensichtlicher Absturz, doch Ihr Prozess leidet im Stillen.
Das ist weit verbreitet. Die meisten OCR-Anbieter loben ihre „99 % Genauigkeit“ aus, aber in echten Daten-Workflows ist diese Zahl irreführend. Eine Fehlerquote von 1 % klingt gering, bedeutet aber bei 1.000 Dokumenten täglich 10 Fehler: falsche Summen, nicht erkannte Felder oder verwechselte IDs, die im Alltag teure manuelle Prüfungen auslösen.
Der Haken: Die 99 % beziehen sich fast immer auf die Zeichenerkennung im Idealfall – nicht darauf, ob die relevanten Felder richtig extrahiert wurden. Branchen-Benchmarks von TDWI bescheinigen auch Top-OCR-Modellen in optimalen Bedingungen meist nur 98–99 % Zeichen-Genauigkeit. Sanjeev Bora betont, dass bei strukturierten Dokumenten wie Rechnungen die Feldextraktion oft nur 95–97 % oder weniger erreicht, erst recht bei wechselnden Layouts oder suboptimalen Vorlagen. Das sind 10–50 Fehler pro 1.000 Dokumente – gravierend für automatisierte Abläufe.
Das Kernproblem: Die Architektur klassischer KI-OCR ist nur auf Zeichen- und Texterkennung ausgelegt, versteht aber weder semantische Datenstruktur noch Geschäftskontext. Sie liest Text, prüft aber nicht, ob eine Zahl zum richtigen Feld und ins richtige Datenmodell gehört.
Diesen Unterschied macht Parseur: Hier steht verlässliche Datenextraktion im Mittelpunkt. E-Mails und PDFs werden zu strukturierten, geprüften Geschäftsdaten, auf die sich nachgelagerte Systeme verlassen können.
Warum „OCR“ allein scheitert: Praktische Probleme
OCR gilt oft als „gelöst“. In der Realität aber brechen viele Workflows bei der Verarbeitung von inkonsistenten, unvollständigen und von unzähligen Quellen stammenden Dokumenten zusammen. Die Schwächen von KI-OCR werden dort zum Problem.

1. Schlechte Bildqualität ist Alltag
Noch immer sind viele Dokumente unsauber: Rechnungen werden mit Smartphones abfotografiert, schlecht beleuchtet, niedrig aufgelöst oder von alten Faxgeräten digitalisiert. Unschärfen, Schatten, Blendungen und starke Kompression verschlechtern das OCR-Ergebnis massiv. Zahlreiche Studien, unter anderem von Adobe, zeigen: Bereits geringe Bildstörungen lassen die Erkennungsrate drastisch einbrechen.
Das Resultat sind ausgelassene Ziffern, fehlerhafte Dezimalstellen oder ganz fehlende Felder – Fehler, die oft erst spät auffallen und teuer per Nachbearbeitung behoben werden müssen.
2. Komplexe & wechselnde Layouts
OCR liest Text zeilenweise, aber Geschäftsdokumente folgen selten einfachen, linearen Mustern.
Rechnungen und Bestellungen enthalten oft:
- Mehrspaltige oder unregelmäßige Layouts
- Verschachtelte oder dynamische Tabellen
- Posten, die sich über mehrere Zeilen erstrecken
- Gesamtbeträge an unterschiedlichen Positionen pro Anbieter
Wenn Layouts variieren, erfasst die OCR vielleicht noch den gesamten Text, aber nicht mehr die Datenstruktur dahinter. Positionen und Werte werden falsch zugeordnet, Summen fehlen oder erscheinen doppelt. Viele OCR-Lösungen können diese Beziehungen nicht stabil abbilden.
3. Handschrift und Sonderzeichen
Handschriftliche Notizen, Stempel, Unterschriften oder ältere Zeichensätze kommen im Geschäftsalltag regelmäßig vor. Selbst moderne KI-OCR-Modelle verlieren hier an Präzision. Schon wenige fehlerhafte Zeichen können dazu führen, dass IDs, Beträge oder Referenznummern falsch oder gar nicht erkannt werden.
4. Mehrsprachigkeit und spezielle Zeichencodierungen
Unternehmen, die international arbeiten, verarbeiten Rechnungen in vielen Sprachen – oft mit Akzentbuchstaben, nicht-lateinischen Schriften oder Mischungen im selben Dokument. Die OCR-Trefferquote schwankt enorm zwischen den Zeichensätzen, Mischdokumente sind besonders fehleranfällig. Sonderzeichen werden schnell übersehen oder falsch ersetzt – mit fatalen Folgen für weitere Prozesse.
5. Von Text zu Geschäftsdaten ist es ein weiter Weg
Der wichtigste Punkt: OCR produziert Text, aber keine validierten Geschäftsdaten. Nachgelagerte Systeme erwarten jedoch klar definierte Felder, wie Lieferanten-IDs, Währungen, strukturierte Positionen und geprüfte Summen.
Ohne expliziten Geschäftskontext kann eine OCR-Lösung nicht wissen, welche Zahl relevant ist – und welche nicht.
Beispiel:
Rechnung an falschen Empfänger überwiesen
Das gesamte Dokument wird korrekt erfasst, aber Rechnungsadresse und Kontoverbindung werden nicht unterschieden. Der Zahlungsprozess verwendet das falsche Konto.
Beispiel:
Fehlerhafte Bestellmenge sorgt für Engpass
Die Mengenangabe wird extrahiert, aber der Produktzuordnung nicht korrekt zugewiesen – resultierend in Fehllogistik, Engpässen und hohen Kosten.
Das sind keine Seltenheiten, sondern typische Folgen davon, wenn Automatisierung auf reine KI-OCR baut. Texterkennung ist nicht gleich Datenextraktion.
6. Exotische PDF-Formate als Stolperstein
PDF ist nicht gleich PDF: Viele Dateien genügen nicht den Spezifikationen und führen regelmäßig zu Fehlern im Workflow. Parseur investiert massiv darin, verschiedenste PDF-Formate robust zu verarbeiten und zuverlässig zu parsen.
Die echten Kosten fehlerhafter KI-OCR
OCR-Fehler sind kein abstraktes Risiko, sondern führen zu greifbaren Zeit-, Geld- und Reputationsverlusten. Eine kleine Ungenauigkeit kann schnell teuren Nachbearbeitungsaufwand, Verzögerungen und Misstrauen gegenüber Automatisierung auslösen. Nach TextWall sinkt die Genauigkeit klassischer OCR in realen Abläufen oft unter 97 %, wenn Bildqualität und Layouts nicht ideal sind – Fehler sind also der Normalfall, nicht die Ausnahme.
Typischer Alltag: Die KI-OCR verarbeitet einen Stapel Dokumente, anschließend fallen Widersprüche oder fehlende Werte auf – Prozesse werden angehalten. Mitarbeitende vergleichen Originaldokumente mit den OCR-Ausgaben, korrigieren Fehler und müssen Daten nacherfassen. Selbst in leistungsstarken Teams kostet das 6–7 Minuten pro Dokument für Kontrolle und Nacharbeit, was sich laut Jiffy bei hohem Volumen schnell aufsummiert.
Im großen Maßstab steigen die Kosten rasant: Bei 2.000 Dokumenten pro Tag und nur 5 % Fehlerquote sind das 100 Nachbearbeitungen – mehr als 11 Arbeitsstunden täglich für fehlerhafte Automatisierung.
Der finanzielle und operative Schaden schlägt sich nieder durch:
- Fehlbuchungen (doppelte Rechnungen, falsche Beträge)
- Verzögerte SLAs, weil Korrekturen anstehen
- Compliance-Probleme bei Steuerbeträgen oder nicht belegten Vorgängen
- Erhöhte Betrugsgefahr, wenn Daten nicht eindeutig geprüft werden
Viele Unternehmen bauen zusätzliche Genehmigungsebenen ein oder kontrollieren häufiger manuell – das senkt jedoch die Effizienz und untergräbt die Vorteile der Automatisierung.
Das Hauptproblem bleibt das Vertrauen: Sobald Nutzer vermuten, dass KI-OCR oft fehlerhaft arbeitet, verlässt sich kaum noch jemand wirklich auf automatisierte Ergebnisse. Aus Automatisierung wird dann ein „digitaler Behelf“ – und bleibt weit hinter dem Potenzial zurück.
Deshalb setzen moderne IDP-Plattformen auf zuverlässige, strukturierte Datenextraktion. Parseur-Nutzer berichten, die manuelle Kontrolle beinahe ganz abzuschaffen – Fehler und Korrekturen werden zur Ausnahme, nicht mehr zur Regel.
KI-OCR-Fehler beeinträchtigen alle automatisierten Prozesse und verursachen kontinuierliche Zusatzkosten.
Warum KI-Verbesserungen bei OCR nicht reichen
KI-basierte OCR-Modelle haben die Zeichenerkennung deutlich verbessert: höhere Präzision, breitere Sprachenunterstützung, mehr Robustheit. Doch das lösen lediglich sichtbare Symptome – nicht jedoch das grundlegende Problem automatisierter Workflows.
1. Schema: Auch modernste KI-OCR erzeugt Text – keine vordefinierten Felder oder konsistent strukturierte Daten. Unternehmen brauchen feste Schemata und erwartbare Formate, nicht nur Textfragmente aus verschiedenen Rechnungsvarianten. Unterschiedliche Feldbezeichnungen („Total Amount“, „Invoice Sum“ etc.) bringen jede Automatisierung ohne nachgelagerte Logik zum Erliegen.
2. Validierung & Nachvollziehbarkeit: Klassische KI-OCR erklärt selten, warum ein Wert erkannt oder eine Extraktion angenommen wurde. War die ausgewiesene Zahl eine Endsumme, eine Teilzahlung oder ein Hinweiswert? Wurde eine Währung korrekt interpretiert? Ohne robuste Validierung fehlt jeder Qualitätsnachweis – und den fordern gerade Geschäftsanwendungen.
3. Layout Drift: Dokumentenvorlagen ändern sich regelmäßig. Selbst die besten KI-OCR-Modelle überaltern, wenn neue Formatvarianten erscheinen. Ohne eine durchdachte, kontextbewusste Extraktion kommt es unweigerlich zu Fehlern, wie zahlreiche Analysen zeigen.
Das ist belegt: Parseurs Umfrage 2026 zeigt, dass 88 % aller Unternehmen weiterhin mit Datenfehlern kämpfen und Teams mehr als sechs Stunden pro Woche für die Nachbearbeitung „automatischer“ Daten aufwenden.
Heißt: Muss jedes Ergebnis kontrolliert werden, existiert praktisch keine Effizienz – sondern bloß halbautomatisierte Datenerfassung.
Der Parseur-Unterschied: Hybride Extraktion für maximale Zuverlässigkeit
Viele IDP- und OCR-Tools sind entweder statisch-regelbasiert (und damit bei jedem Layoutwechsel überfordert) oder generische KI-Systeme, die bei Unsicherheit raten. Parseur verfolgt einen hybriden Ansatz für ausnahmslos zuverlässige Datenextraktion – skalierbar und im Produktivbetrieb.
Das Besondere: Kontextbewusste KI statt reiner Texterkennung
Parseur „rät“ nicht. Die hauseigene KI ist speziell für Geschäftsdokumente (etwa Rechnungen, Quittungen, Bestellungen oder Lieferscheine) trainiert und extrahiert relevante Felder dank Strukturerkennung, Layoutverständnis und geschäftlichem Kontext – auch bei wechselnden Vorlagen und semistrukturierten Dokumenten.
Im Gegensatz zu allgemeiner Sprach-KI „weiß“ Parseur, wo das Gesamtbetragfeld regulär steht, wie Positionen gelistet sind und welche Feldabhängigkeiten kritisch sind. Daraus entsteht zuverlässige, wiederholbare Extraktionsqualität – selbst bei großem Volumen oder wechselnden Dokumenttypen.
Das Resultat: Strukturierte, geprüfte Daten, auf die Folgeprozesse und Automatisierungen „blind“ vertrauen können. Fehler sinken, Nacharbeit wird die Ausnahme, End-to-End-Automatisierung zur Realität.
Parseurs Zuverlässigkeitsschicht: Mehr als OCR – stabile Prozessdaten
Die meisten OCR-Engines konzentrieren sich auf die Umwandlung von Bildern in Text. Parseur setzt dort an, wo Automatisierung echten Mehrwert verlangt: strukturierte und geprüfte Daten, die automatisierte Workflows effizient und sicher steuern. Die Funktionen eliminieren gezielt typische Fehlerquellen, die reine KI-OCR begrenzen.

a. Multi-Channel-Dateneingang und intelligente Vorverarbeitung
Einer der Hauptgründe für OCR-Fehlschläge: Geschäftsdokumente treffen nie einheitlich oder perfekt formatiert ein. Unternehmen empfangen Daten als E-Mail-Anhänge, PDF, eingescannte Faxe, Mobile-Uploads – selten in gleichbleibender Qualität.
Parseur bereitet Daten aus unterschiedlichsten Quellen schon beim Eingang optimal auf:
- Automatisiertes Extrahieren von E-Mail-Inhalten & Anhängen
- Verarbeiten von nativem sowie bildbasiertem PDF
- Unterstützung für gescannte Dokumente und komplexe Bildformate
Vor der Extraktion sorgt intelligente Vorverarbeitung für stabilisierte Seitenlayouts, harmonisierte Textschichten und erkennt typische Fehlerquellen frühzeitig. Dadurch verschwinden viele klassische OCR-Probleme schon vor dem eigentlichen Parsing.
b. Schema-first-Extraktion mit KI-Präzision
OCR liefert Zeichenketten, Automatisierung braucht zuverlässige Felder.
Parseur arbeitet schema-first: Sie bestimmen vorab die wirklich benötigten Felder wie Rechnungsnummer, Lieferant, Beträge oder Positionen. Die KI extrahiert exakt diese Daten – wiederholbar und konsistent.
- Deterministische Felder: Kein Raten, sondern feldgenaue Extraktion.
- Automatische Normalisierung: Datums-, Betrags- und Währungskonvertierung inklusive.
- Konsistente Outputs: Lieferfähig als JSON mit festen Feldnamen – erleichtert Integration und Mapping.
So werden aus unsicheren OCR-Rohdaten direkt geprüfte Automatisierungsdaten – ohne lästige Nachbearbeitung und komplexe Scripte.
c. Flexible Verarbeitung variabler Dokumente
Lieferanten verändern ihre Vorlagen, fügen Felder hinzu oder strukturieren Tabellen um. Herkömmliche OCR-Modell passen da schnell nicht mehr. Parseur erkennt, dank Kontext-KI und Layoutanalyse, auch variable und komplexe Strukturen, sichert Feldgenauigkeit und Informationsintegrität.
Dadurch bleibt die Extraktionsqualität auch bei wechselnden oder noch unbekannten Dokumenten hoch – ohne häufige, manuelle Anpassungen.
d. Integrierte Auslieferung & Idempotenz
Zuverlässige Datenextraktion allein reicht nicht – sie muss perfekt eingebettet sein. Parseur lässt sich nahtlos integrieren:
- Webhooks & APIs für maßgeschneiderte Workflows
- Integration in Zapier, Make, Google Sheets, ERP-Systeme und mehr
- Idempotente Lieferung: Wiederholte oder verzögerte API-Aufrufe erzeugen keine Duplikate – essenziell bei Buchungen oder Bestandsveränderungen
Auch Wiederholungsversuche werden sauber gehandhabt, falls Zielsysteme zeitweise nicht erreichbar sind.
Darum ist Parseur zuverlässiger
Statt die Verarbeitung nach der Texterkennung enden zu lassen, sorgt Parseur für strukturierte, geprüfte Fakten auf Datenebene – dank starker Eingangslogik, schemaorientierter Extraktion, Kontext-KI und robuster Lieferung. Damit fungiert Parseur als entscheidende Zuverlässigkeitsschicht moderner Automatisierung.
Für Teams mit Erfahrungen aus klassischen OCR-Projekten („99 % Genauigkeit“ ≠ produktiv), bedeutet dieses Plus einen echten Unterschied im Tagesgeschäft.
Drei bewährte Parseur-Muster für zuverlässige Automatisierung
Der Unterschied zwischen einem OCR-Test und einer produktiven Automatisierung liegt im cleveren Einsatz. Hier sind drei etablierte Muster, wie Parseur als Zuverlässigkeitsschicht für kontinuierlich belastbare Workflows eingesetzt wird – von schnellen Minimalansätzen bis zu umfassend skalierbaren Pipelines.
Jedes Muster liefert Ziele, Fehlerstrategien und Kennzahlen.
Muster 1: Schnelle Ergebnisse – PO-Parsing mit Mensch-in-der-Schleife
Anwendungsfall:
Bestellungen (POs) werden als PDF per E-Mail empfangen. Ziel: Positionen automatisiert extrahieren, für Freigabe bereitstellen, manuelles Abtippen vermeiden.
Ablauf
- Eingang: PO per E-Mail (PDF-Anhang).
- Parseur:
- Extrahiert PO-Nummer, Lieferant, Zeilen (SKU, Menge, Einzelpreis).
- Ausgabe:
- Strukturierte Daten landen z.B. in Google Sheets oder Slack zur Freigabe.
Minimalschema (Beispiel)
{
"po_number": "PO-78421",
"vendor_name": "Acme Components",
"line_items": [
{
"sku": "AC-4431",
"quantity": 500,
"unit_price": 1.25
}
]
}
Fehlerhandling
- Weitere Automatisierungsschritte erst nach Bestätigung durch Mitarbeitende.
- Dokumentenzuordnung bleibt stets erhalten.
KPIs
- Anteil POs ohne manuelle Datenerfassung
- Durchschnittliche Prüfzeit pro Dokument
- Extraktionsgenauigkeit je Feld
Ergebnis: Nach wenigen Tagen werden bis zu 80 % der mühsamen manuellen PO-Eingaben automatisiert – ohne Qualitätsrisiken.
Muster 2: Produktive Automatisierung – AP-Flow für Rechnungen
Anwendungsfall:
Großvolumige Rechnungsprozesse mit ERP-Anbindung und minimaler Nachkontrolle.
Ablauf
- Eingang: Rechnung als E-Mail oder Upload.
- Parseur:
- Extrahiert Rechnungsnummer, Lieferant-ID, PO-ID, Posten, Summen, Steuern.
- Normalisiert Formate (Datum, Währung).
- ERP-Connector:
- Führt 3-Wege-Abgleich (Rechnung ↔ Bestellung ↔ Wareneingang) durch.
Retry- und Idempotenz-Strategie
- Jede Rechnung erhält eindeutige Extraktions-ID.
- Alle ERP-Buchungen sind idempotent.
- Webhook-Retries bei technisch bedingten Systemausfällen.
Fehlerhandling
- Abweichungen gelangen in die Exception-Queue, keine stillen Fehler.
- Fehlende PO-ID → manuelle Prüfung.
- Doppelte Rechnungsnummer → Vorgang gesperrt.
KPIs
- Straight-through-Processing-Quote
- Verarbeitungszeit pro Rechnung
- Kosten je Rechnung
- Rate doppelter Zahlungen
Ergebnis: Automatisierungsgrad von 85–95 % ist erreichbar, Medienbrüche und Compliance-Risiken sinken spürbar.
Muster 3: Komplexe Tabellen & RAG-Datenanreicherung
Anwendungsfall:
Lieferanten senden Rechnungen oder Lieferscheine mit großen, mehrseitigen Tabellen. Positionen müssen vor Weiterverarbeitung intern angereichert werden.
Ablauf
- Eingang: Mehrseitige Rechnung/Tabelle per E-Mail oder Upload.
- Parseur:
- Extrahiert alle Tabellenzeilen und erhält deren Integrität.
- Anreicherung (z. B. via RAG):
- Interne IDs werden zugeordnet, Produktstammdaten angereichert.
- Agentenaktion:
- Bestands- oder Nachbestellautomatisierung.
- Audit-Log:
- Lückenlose Protokollierung des Originals, Extrakts und aller Anreicherungen.
Beispiel-Ausgabe nach Anreicherung
{
"sku": "AC-4431",
"supplier_qty": 500,
"internal_product_id": "INT-99231",
"warehouse": "EU-WH-01"
}
Fehlerhandling
- Unbekannte SKUs werden an das Stammdaten-Team eskaliert.
- Mehrdeutige Extraktion erfordert manuelle Freigabe.
- Vollständige Nachvollziehbarkeit aller Schritte.
KPIs
- Extraktionsgenauigkeit der Tabellen
- Fehlerquote beim Bestandsabgleich
- Aktualisierungszeit für das Lager
- Vollständigkeit der Audits
Ergebnis: Automatisierte, prüfbare Lagersteuerung – mit maximaler Transparenz und Kontrollmöglichkeit.
Gemeinsamkeiten
Alle Muster zeigen eines: Parseur bildet die Brücke zwischen unstrukturierten Dokumenten und zuverlässigen Prozessdaten, bevor Automatisierung oder KI-Agenten übernehmen.
Genau darin liegt der Unterschied zwischen skalierbaren Automatisierungen – und solchen, die leise scheitern.
Checkliste: Den richtigen KI-OCR/IDP-Anbieter auswählen
Die richtige Wahl bei KI-OCR oder IDP entscheidet über den Erfolg Ihres Automatisierungsprojekts. Diese Checkliste bietet Orientierung:
1. Flexible Dateneingänge
- Unterstützt das System alle wichtigen Quellen (E-Mail, PDF, Scan, cloudbasierte Uploads)?
2. Strukturiertes Datenmodell & Schema
- Lassen sich Felder und Schemata vorab definieren?
- Unterstützt die Lösung Tabellen, verschachtelte Felder, komplexe Layouts?
- Werden Felder wie Währung, Datum und IDs automatisch normalisiert?
3. Einfache Integration
- Sind Webhooks, APIs und SDKs verfügbar?
- Gibt es Plug-and-Play-Integrationen (z. B. Google Sheets, Zapier, ERPs)?
- Ist die Datenauslieferung garantiert idempotent?
4. Fehlerbehandlung & SLA
- Welche garantierten Fehlerquoten werden zugesichert?
- Wie wird über Fehler informiert?
- Sind Mensch-in-der-Schleife-Prüfungen umsetzbar?
5. Audit & Compliance
- Werden alle Datenherkünfte und Verarbeitungsschritte protokolliert?
- Lassen sich vollständige Audit-Trails exportieren?
6. Entwicklung & Anpassung
- Sind die APIs klar dokumentiert?
- Gibt es Codebeispiele, SDKs, Sandbox-Umgebungen?
- Können Anpassungen an Extraktionsworkflows einfach vorgenommen werden?
Tipp: Nutzen Sie die Checkliste, um Anbieter direkt anhand Ihrer Dokumente zu testen. Die verlässlichsten IDP-Lösungen liefern konsistente, nachvollziehbare Ergebnisse – nicht nur hohe OCR-Prozentsätze.
Profi-Tipp: Laden Sie eine vorgefertigte Auswahl-Checkliste herunter und strukturieren Sie Ihre Anbietervergleiche – damit Ihre Automatisierung auf einer soliden Basis steht.
Fazit: Automatisierung braucht verlässliche Daten, nicht nur Texterkennung
KI-OCR allein reicht für echte Automatisierung nicht aus. Selbst kleine Fehler bei Betrag, Datum oder IDs verursachen großen manuellen Aufwand, Verzögerungen und Vertrauensverlust. Geschäftsdokumente sind chaotisch und wechseln ständig – klassische OCR oder reine KI genügen diesen Anforderungen nicht.
Parseur verwandelt mit kontextbewusster KI Dokumente in strukturierte, validierte Daten, die Prozesse wirklich automatisieren – von Rechnungen über Bestellungen bis zu mehrseitigen Tabellen. Automatisierung wird sicher, planbar und skalierbar – ganz ohne händische Nachbesserung.
Wer maßstabsgerecht automatisieren und sein Team entlasten will, benötigt zuverlässige, strukturierte Dokumentenextraktion. Genau dafür wurde Parseur entwickelt – für effiziente, prüfbare Automatisierung, der Sie zu 100 % vertrauen können.
Häufig gestellte Fragen
Selbst die besten OCR- und Automatisierungstools haben ihre Grenzen. Um Ihnen zu helfen, zu verstehen, was Sie erwartet und wie Sie Parseur effektiv nutzen können, haben wir die häufigsten Fragen zur Dokumentenextraktion, Zuverlässigkeit und Workflow-Integration beantwortet. Diese praktischen Einsichten decken alles ab – von unterstützten Formaten bis zu Fehlerbehandlung und Skalierung der Automatisierung.
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Kann KI-OCR Handschrift lesen?
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KI-OCR kann teilweise handgeschriebenen Text erkennen, die Genauigkeit variiert jedoch stark je nach Stil und Qualität. Parseur unterstützt Handschriftenerkennung für lateinische, japanische und koreanische Alphabete mit experimenteller Unterstützung weiterer wie griechisch und kyrillisch. Dennoch kann selbst fortschrittliche OCR bei unklaren Handschriften eine Nachprüfung erfordern.
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Welche Formate akzeptiert Parseur?
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Parseur unterstützt eine breite Palette von Formaten, darunter E-Mails, PDFs (nativ und gescannt), Bilder (PNG, JPG, TIFF, GIF, BMP), Tabellen (CSV, XLSX, ODS), HTML/RTF/TXT-Textdateien und mehr.
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Kann Parseur Daten aus mehrseitigen oder komplexen Tabellen extrahieren?
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Ja, Parseur unterstützt mehrseitige PDFs und kann Tabellendaten extrahieren, wobei die Zeilenintegrität erhalten bleibt. Die kontextbewusste KI von Parseur verarbeitet variable Layouts und verschachtelte Tabellenstrukturen, um eine genaue, strukturierte Extraktion auch bei komplexen Dokumenten zu gewährleisten.
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Kann Parseur in meine bestehenden Systeme integriert werden?
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Auf jeden Fall. Parseur lässt sich mit Tools wie Google Sheets, Zapier, Make, Power Automate, CRMs, ERPs und eigenen Anwendungen per Webhooks und API-Endpunkten integrieren und unterstützt idempotente Lieferung, um Duplikate bei Wiederholungen zu vermeiden.
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